RennWelten Team: Erzähl doch mal, Mabix!

Mabix ist erfolgreicher Simracer und YouTuber und seit einiger Zeit auch Teil der RennWelten Community. Wir sprechen mit ihm über seine Arbeit und darüber, wie er zum Simracing gekommen ist. Viel Spaß beim Lesen!

 Grüß dich, Mabix, schön, dass wir dieses Interview führen dürfen! Dein Terminkalender ist ja eher voll, wenn man sich mal anschaut, was Du gerade alles so machst: YouTube, Streams etc. Du machst das Ganze jetzt Full-Time, stimmt das?
Erstmal vielen Dank für die Einladung zum Interview, ich freue mich auf das Gespräch! Genau, ich habe mich vor Kurzem dazu entschieden, das Ganze Vollzeit zu machen. Man fängt sowas ja meist nebenbei an. 2020 sind einige Projekte von mir auf der Stecke geblieben, aber das Simracing, und vor allem YouTube, ist durch die Decke gegangen. Und dann habe ich mich entschieden, da jetzt voll einzusteigen. Ich habe ja vor Kurzem auch begonnen zu streamen und Coachings anzubieten und mache das Ganze jetzt seit Ende Februar, Anfang März Full-Time.

Du machst das auch alles komplett alleine, oder?
Genau, ich habe da keinen Angestellten, keinen Cutter & Manager. Ich mache das alles komplett allein.

Es kann sich ja nicht jeder vorstellen, wie so ein Arbeitstag von einem Influencer abläuft. Wie sieht denn so ein Tag aus bei Dir?
Der Vorteil ist ja, dass Du kannst Dir alles selbst einteilen kannst. Du entscheidest, ob Du morgens oder nachmittags, abends oder nachts arbeiten willst. Ich schlafe zum Beispiel lieber bis 8 oder 9 Uhr anstatt um 6 Uhr aufzustehen. Mein Tag ist meist zwei geteilt: Morgens mache ich mir Gedanken über weitere Videos – so von 10-13/14 Uhr. Dann habe ich etwas Freizeit und ab 17 oder 18 Uhr streame ich für ein paar Stunden. Dazu kommen dann natürlich noch die Coachings, Die gebe ich zum Beispiel, wenn ich mal kein Streaming habe oder einfach zwischendurch.

Also viel zu tun!
(lacht) Ja, kann man so sagen!

Das Training nimmt ja sicherlich auch einen großen Teil Deiner Zeit in Anspruch. Du bist nicht nur als Influencer erfolgreich, sondern auch als Simracer. Dein Talent ist ja auch Deine Gabe, um das umsetzen zu können. Das ist ja auch nicht ganz einfach. Du bist aktuell nur in ACC unterwegs oder, wo die Konkurrenz ja auch hart ist, oder?
Genau, ich bin zu 90% in ACC unterwegs.
Die Konkurrenz ist definitiv nicht ohne! Weil Du gerade von Talent gesprochen hast: Das würde ich bei mir nicht unbedingt so nennen. Klar, ich hatte immer schon mit Racing zu tun, das ist natürlich ein Vorteil. Mein Papa hat auch damals, als die ersten richtigen Computer rausgekommen sind, um 1995/96 schon Interesse an Gaming gehabt. Da war ich so 7,8 Jahre alt und habe dann mein erstes richtiges Rennspiel bekommen: Grand Prix 2 – für damalige Verhältnisse schon eine Simulation.
Dann wurde das Ganze immer populärer und es kamen Lenkräder dazu und es ging dann richtig in den Simracing Bereich. Damit habe ich 2015 angefangen. Und weil ich ja schon als Kind mit Rennspielen zu tun hatte, hatte ich vielleicht ein besseres Gefühl dafür als der ein oder andere. Aber ich muss schon auch viel Zeit investieren, um auf meine Rundenzeiten zu kommen. Da gibt es auch Leute, die sich hinsetzen und es direkt raushaben, bei denen würde ich sagen, die haben richtig Talent. Ich gehöre eher zu der Fraktion, die einiges an Zeit und Training investieren muss.

Wie du zu Simracing gekommen bist, hast du schon anklingen lassen. Hast du denn auch Ambitionen im realen RennSport?
Ich bin Racing-Fan seit ich klein bin. Wie gesagt, schon als Kind habe ich Rennspiele gespielt und ich habe natürlich die Formel 1 verfolgt und zu denen aufgeschaut und gemerkt, sowas finde ich richtig geil. Aber wenn du im RennSport erfolgreich werden willst, musst Du sehr früh anfangen und Du musst vor allem gefördert werden, sonst kann sich das keiner leisten. Deshalb war es für mich schwierig mit dem realen RennSport, aber der Traum ist natürlich immer noch da. Auch deshalb bin ich im Simracing unterwegs. Aber wenn es in echt mal klappen sollte, wäre ich der letzte, der nein sagt. Das ist wirklich mein Traum, in echt unterwegs zu sein, klar!

Du hast ja einen Vorteil gegenüber realen Rennfahrern. Und zwar kannst Du auch die Emotionen der Zuschauer direkt live im Stream miterleben. Kriegst Du das mit oder konzentrierst Du dich in dem Moment voll aufs Rennen?
Ja, das stimmt. Also, wenn ich mich wirklich 100% konzentrieren muss, dann mach ich das auch. Aber wenn zum Beispiel eine richtig lange Gerade, wie bei der RennWelten GT3 Pro Liga auf Paul Ricard, dann kann ich auch mal eben auf den Chat gucken. Aber das ist auch Übungssache. Aber die Leute sagen teilweise auch selbst: Jetzt konzentrier Dich mal, raus aus dem Chat! Man muss da einfach den Mittelweg finden, dass man Leistung bringen, aber auch den Leuten was mitgeben kann.

Bleiben wir mal bei den Zuschauern. Wie gehst du mit der ganzen Aufmerksamkeit um, die du von den Leuten bekommst
Ich versuche eigentlich immer, den Leuten klarzumachen, dass ich eigentlich einer von euch bin. Ich will mich auf keinen Fall auf eine höhere Stufe zu stellen, das finde ich irgendwie komisch! Hier gehören alle dazu. Wir sind gemeinsam in dieser Sache und gehen genauso durch schlechte oder gute Rennen zusammen!

Letzte Frage: Was sind deine Ziele für die Zukunft?
In jedem Lebensbereich meine 100%ige Erfüllung finden und erfolgreich sein. Nicht finanziell, sondern in jedem Lebensbereich, ob Gesundheit, Freizeit oder ähnliches. Einfach ‘nen sehr guten Ausgleich zu haben.

 Danke für Deine Zeit!

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