RennWelten Pro Team schafft Platz 4 beim DNLS Raceunion | Mannfilter 3h Rennen

Samir Ibraimi und Chris Hoecke haben beim DNLS Raceunion mal wieder abgeliefert und und den 4. Platz belegt. Wie das Rennen für die beiden war, erzählt Samir uns im Interview.

Bei dem 9. und letzten Lauf der Digitalen Nordschleifen Langstrecken Serie, dem Abbild der realen Rennserie, erreichte das RennWelten Pro Team mit Samir Ibraimi und Chris Hoeke einen tollen 4. Platz in der Cup Klasse und im Gesamt sogar Platz 12 mit ihrem Cup Porsche. Sonst mit ACC am Start, war es in diesem Rennen die Umstellung auf iRacing. Dazu natürlich noch die Herausforderung namens „Nordschleife“. Das Team hatte die Erfahrungen aus dem letzten Rennen dieses Mal in ihre Strategie einfließen lassen und konnte sich damit nochmals verbessern. Am Ende war das Pro Team mit dem 4. Platz sehr zufrieden und die RennWelten Community wieder einen Grund zu feiern.

Die DNLS ist ja eine besondere Rennserie, da es kaum andere Formate gibt wo der reale Rennsport und das Simracing so verschmelzen. Was ist das Besondere für euch an dieser Serie?
Samir Ibraimi: Wir, Chris Hoeke und ich, hatten eigentlich garnicht damit gerechnet uns zu qualifizieren und waren dann natürlich auch überrascht. Die Serie sticht natürlich hervor, weil diese Serie von den gleichen Köpfen organisiert wird, die auch hinter der realen NLS stecken. Dazu kommen die vielen realen Rennfahrer in der SP9 Klasse (wie z.B. Bruno Spengler) die hier am Start sind. Aber natürlich auch weil die ganze Serie sehr gut organisiert wird. Als Krönung kommt dann noch Olli Martini als Kommentator dazu und Patrick Simon.

Normal fahrt ihr ja ACC, hier wird mit iRacing gefahren. Wie groß ist eigentlich der Unterschied auch bzgl. der Umstellung von ACC auf iR und umgekehrt?
Samir: Es ist schon ein enormer Unterschied, nicht zuletzt, weil die iRacing Physik nun schon über 10 Jahre alt ist. Natürlich wird sie regelmäßig, fast jeden Monat auch verbessert, aber man merkt es halt schon, dass man anders fahren muss als in ACC.
Man kann das auch eigentlich gut vergleichen, da man sowohl in ACC und iRacing den gleichen Cup Porsche hat. In dem einen (ACC) allerdings hat man ABS in dem anderen (iRacing) nicht. Das merkt man natürlich schon extrem. Das bedeutet in iRacing muss man sich sehr umstellen. Von der Linie her ist es schon gleich, aber wegen der Bremse musst Du da schon anders herangehen. Die Reifenphysik ist dann auch nochmal ein anderes Thema, aber um das alles wirklich richtig vergleichen zu können, müssen wir noch mehr mit iRacing fahren.

Warum habt ihr euch für den Cup Porsche entschieden?
Samir: Es war so, dass wir die Rundenzeiten der Teilnehmer studiert und angeschaut haben, wo wir die besten Chancen sehen, ja und da dachten wir, der Cup Porsche wäre eine gute Entscheidung. Aber wir haben schnell gemerkt, dass dieses Auto eines der am schwersten zu fahrenden ist in iRacing. Wir haben auch die GT4 getestet aber waren letztlich mit dem Cup Porsche näher dran an der Konkurrenz.

Wie war das Quali? Konntet ihr eure Runden ohne Probleme fahren in dem Verkehr auf der Nordschleife?
Samir: Ja, das war nicht ganz so einfach, da wir entgegen der SP9 Klasse, die allein fährt, mit den TCR und GT4 zusammen fahren mussten. Wir hatten so ca. 40 Minuten Zeit (in etwa 5 Runden). Da ist es dann schon dazu gekommen, dass wir teilweise extrem aufgehalten wurden. Chris Hoeke ist ja das Qualy gefahren und der ist in jeder Runde irgendwo aufgehalten worden. Es war schon so, dass er 3-4 Sekunden auf seine persönliche Bestzeit verloren hatte. Aber man arrangiert sich damit, weil auch alle anderen die gleichen Probleme haben.

Beim letzten Rennen seid ihr auf P6 ins Ziel gekommen, dieses Mal auf einen starken 4. Platz. Wie zufrieden bist Du mit dem Rennverlauf bzw. dem Rennergebnis insgesamt?
Samir: Wir sind sehr zufrieden, wenn uns das jemand vor dem Rennen gesagt hätte, hätten wir das sofort unterschrieben. Chris hatte vielleicht drei und ich zwei Stunden Practice vorher.
Aber wir sind auch deswegen sehr zufrieden, weil wir uns aus allem herausgehalten und auch keine Incidents gesammelt hatten. Auch bei den Überrundungen waren wir sehr passiv und haben auch dort mehr Zeit verloren. Es ist halt ein drei Stunden Rennen und es war unser Masterplan, der auch ganz gut funktioniert hat.

Gab es irgendwelche Schlüsselsituationen im Rennen, die eure Position (P4) am Ende beeinflusst haben?
Samir: Wir hatten ja schon im letzten Rennen Erfahrung gesammelt und diese in jetzt anwenden können. So sind wir damals eine andere Strategie gefahren mit 4 gleichen Stints, wodurch wir am Ende zu viel Zeit verloren hatten und damit auch eine bessere Position. Wir hätten da ein oder zwei Positionen besser abschneiden können.
Dieses Mal haben wir es etwas anders gemacht und haben unsere Stints anders aufgeteilt. Chris und ich sind jeweils einen 7 Runden Stint gefahren, ich habe dann nach einer Runde noch einen Splash & Dash gemacht und dann wieder an Chris abgegeben der den letzten Stint gefahren ist.
Warum wir aber letztlich auf P4 gelandet sind, war auch dem geschuldet, dass das Team H2-Performance SRT einen Unfall mit nem GT4 Auto hatte und wir dadurch zurückgefallen sind.
Am Ende wurde es ja nochmal eng mit dem Sprit, weil auf Grund der guten Streckenverhältnisse die SP9 dummerweise eine Runde mehr fahren musste, was wir nicht einkalkuliert hatten oder hätten können. Wir hatten genug Vorsprung und konnten ohne Probleme nochmal kurz in die Box zum nachtanken fahren. Im letzten Rennen waren die Streckentemperaturen halt sehr viel höher und deshalb waren die Rundenzeiten auch nicht so schnell und damit sind wir dort auch eine Runde weniger gefahren. Dieses Mal waren die Streckentemperatur viel kühler und aus diesem Grund mussten wir eine Runde mehr fahren.

Ihr seid diese Saison nicht alle Rennen gefahren, wie schaut die Planung aus? Seid ihr beide wieder am Start in der kommenden Saison?
Samir: Wenn die Zeit da ist, wollen wir schon an jedem Rennen teilnehmen, auch weil wir das was wir in ACC nicht haben, einfach in iRacing fahren können. So ergänzt sich das. Ich gehe davon aus, dass wir den Großteil der Serie mitfahren werden.

Vielen Dank für das Interview, Samir Ibraimi!

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