Erzähl doch mal, Mabix! Teil 2

Im zweiten Teil unseres Interviews mit Mabix erzählt der Simracer, wie er zum RennWelten Support geworden ist, wie es in Mendig war und welche Vorbilder er im RennSport hat.

 Wie bist du zu RennWelten gekommen?
Durch Jan Biermann, den hatte ich vorher bereits über YouTube etwas kennengelernt. Und so kam ich dann auch zu RennWelten und dann haben wir uns zusammengesetzt und Ideen ausgetauscht. Ich finde die Vision von RennWelten super, eben RennSport für alle erlebbar zu machen. Und bei RennWelten kam auch gut an, was ich so mache und so haben sich unsere Wege dann getroffen.

Was findest du denn am coolsten an RennWelten?
Ich finde wirklich am coolsten, dass einfach Platz für alle ist. Das ist hier keine exklusive Liga für die besten Fahrer, sondern hier triffst Du alle Niveaus und Interessen. Egal, auf welchem Niveau du fährst, Du kannst sicher sein, dass Du in der RennWelten Community einen passenden Fahrer findest. Dass hier einfach alle willkommen sind, das finde ich super!
Projektmäßig finde ich es geil, dass die reale Komponente da mit reingenommen wird. Ich war ja schon im RennQuartier in Mendig und für mich als Simracer, der noch nie mit realem RennSport zu tun hatte, ist das ‘nen absolutes Highlight. Sich da in eins der Autos reinzusetzen und auch mal mitzufahren, ist schon was Besonderes. Häufig geht es ja auch darum beim Simracing: Eben zu Hause dem realen RennSport so nah wie möglich zu kommen. Das ist dann echt ‘ne Nummer, das real zu erleben!
Es ist es auf jeden Fall wert, sich mal in so ein Auto reinzusetzen und das Durchschütteln und Durchrütteln mal in echt zu erleben!
Da kommen auch ganz andere Faktoren zur Geltung. Ich saß in dem Scirroco R-Cup, der ja komplett leer von innen ist. Du setzt Dich in diesen Sitz rein, der gefühlt maßgeschneidert ist, so eng ist der. Dann wirst Du angegurtet und denkst Dir erstmal: Wie willst Du da drin gleich fahren?! Das ist erstmal ein beengendes Gefüh. Nein ehrlich, so bin ich auch noch nicht Auto gefahren! Das sind ganz andere Eindrücke: Die Hitze vom Motor steigt auf, die Bremse, die auf einmal ankert, als würdest Du einen echten Anker auswerfen, du hast richtigen Grip… Das ist echt ganz was anderes, definitiv!

Hast du Vorbilder im Simracing und RennSport?
Puh, im Simracing finde ich es schwierig. Vorbilder kann man so nicht sagen, manche Leute findet man einfach cool und sympathisch. Zum Beispiel Dookie von Abgefahren. Vorbilder habe ich eher im realen Rennsport. Ich bin großer Valentino Rossi Fan, ich denke, den wird jeder kennen (lacht). Ein durchgeknallter Typ! Der ist ja mittlerweile 43 und sitzt immer noch auf ‘ner Maschine. Für mich ist das so ‘ne Legende, wo man merkt, dass er einfach Bock hat auf seine Leidenschaft. Ich mag so Charaktere, die teilweise etwas anders sind, die so gegen den Strom gehen und etwas durchgeknallter sind. Max Verstappen oder Kimi Räikkönen finde ich zum Beispiel auch ziemlich cool.

Bei denen sieht man ja auch noch richtige Emotionen, da wird man gleich selbst mitgerissen!
Ich sag mal, wenn man das tut, was man liebt, seine Leidenschaft auslebt, dann hast Du da auch automatisch Emotionen. Ich kenne keinen Menschen, der Racing oder Simracing richtig, richtig gern macht und dem das dann komplett egal ist, was im Rennen passiert, der sich nicht über ein schlechtes Rennen ärgert oder über ein gutes freut. Wenn man das tut, was man mag oder was man liebt, dann kommen die Emotionen automatisch. Ich glaube, daran merkt man auch, wenn da ‘ne Person nicht 100%ig hinter steht.

Du hast ja seit einiger Zeit ein Rig von German Simracing Engineering (bald bei uns im Shop erhältlich). Erzähl mal, wie ist der Wechsel in so ein Rig rein?
Ja genau, ich kenne die Jungs seit Ende letzten Jahres und unsere Visionen haben gut zusammengepasst. Die produzieren ihre Produkte ja komplett in Deutschland, so wie ihr bei RennWelten ja auch und das fand ich cool und sie fanden auch cool, was ich so mache. Ich hatte eh überlegt, auf ein Rig zu wechseln und so wurde es dann das GSE Track.
Der Vorteil bei nem Rig ist ja auch, dass Du Dir alles selbst einstellen kannst. Ob du liegen oder sitzen willst, das kannst du dir alles selbst konfigurieren und hast einfach viel Spielraum.  ZB konfigurieren, dass du liegst oder dass du grade sitzt. Du hast einfach unheimlich viel Spielraum. Der Unterschied ist vor allem, dass du alles besser spürst. Du bekommst viel direkteres Feedback und spürst zum Beispiel die Bremse besser. Erstmal ist das natürlich eine Umstellung. Wenn Du vom Schreibtisch kommst, dann verschieben sich Lenkrad und Pedale ja immer für ein paar Millimeter und sowas hast du ja eigentlich schon miteingeplant, wenn Du bremst oder lenkst. Das musst Du Dir dann erstmal wieder abgewöhnen, wenn du an ‘nen Rig gehst. Das geht aber relativ schnell. Die ersten 1-2 Stunden waren ungewohnt, aber dann geht es. Und vor allem bei längeren Rennen ist ein Rig einfach sehr viel konstanter.
Ich habe ja auch nur ein T300 Lenkrad und T-LCM Pedale und ich würde mir eher ein Rig zu holen, als ein neues Lenkrad, mit dem ich dann trotzdem am Schreibtisch unterwegs bin.  Also noch als kleinen Rat zum Schluss: Ich würde jedem empfehlen, da die Reihenfolge einzuhalten und lieber erst ein Rig zu kaufen, als beispielsweise das Lenkrad upzugraden.

Vielen Dank für das Interview, Mabix!

 

 

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