Alles Tutti in der Ferrari Hublot eSports Series, Chris Hoeke?

Chris Hoecke hat es in das Finale der Ferrari Challenge geschafft! Im Gespräch verrät er uns, wie es dazu gekommen ist und wie die Challenge bis jetzt für ihn war.

Wenn das Wort Ferrari nicht schon für Gänsehaut sorgt, dann sicher aber der Moment, wenn der Motor des Ferrari 488 Challenge Evo angeschmissen wird. Zumindest wird es unser RennWelten Pro Team Fahrer Chris Hoeke erleben können, wenn er den Start Button seines blauen Rennwagens betätigt. Auch in der virtuellen Welt gibt es solche Emotionen, vor allem wenn man noch über 20 weitere Teilnehmer um sich herum am Start des kommenden Rennens hat.
Diese Ferrari Hublot eSports Series ist natürlich auch in dem gewissen italienischen Flair aufgezogen, allein schon wegen der Unterstützung durch Rennfahrer wie Charles Leclerc, der als aktiver Formel 1 Fahrer auch die Ferrari Academy unterstützt.

Man hat also auch im Hause Ferrari die Möglichkeiten des eSport Simracing erkannt.
Was ein wahnsinniges Gefühl muss das sein, bei einer so prestigeträchtigen Rennserie nicht nur dabei zu sein, sondern mitten drin. Das RennWelten Pro Team hat mit dem Fahrer Chris Hoeke einen der begehrten Startplätze ergattert und es nun auch bis in das große Finale geschafft.
In den drei Rennen musste er auf den Punkt konzentriert sein um sich gegen die extrem starke Konkurrenz, bestehend aus international erfahrenen und erstklassigen Simracern, durchzusetzen. Sein Können hinter dem Lenkrad hat er dabei definitiv bewiesen.

In unserem persönlichen Gespräch betont er immer wieder, dass er höchsten Respekt vor diesem Fahrerfeld hat, von denen er die meisten aus den SRO eSport Rennserien, die als Begleitprogramm bei den realen Motorsport Veranstaltungen in 2019 sowie in 2020 stattfanden, auch persönlich kennt. Den Gesamtsieg in der SRO AM Wertung 2020 konnte sich dort übrigens Pro Teamkollege Samir Ibraimi sichern, den wir euch demnächst ebenfalls vorstellen werden.

Wie war eigentlich die Reise in das große Finale der Ferrari Hublot eSports Series von Chris Hoeke? Das haben wir in einem Interview einmal nachgefragt.

Chris, wie bist du eigentlich in die Pro Wertung der Serie gekommen?
Chris:
Das hatte sich daraus ergeben, dass ich in 2019 und 2020 an diversen Simracing Events, vor allem der SRO eSport GT Series, teilgenommen hatte, die teilweise noch direkt an der Rennstrecke stattfanden, als Rahmenprogramm wie zum Beispiel am Nürburgring bei der SRO Blancpain GT Series.
Die Orga dieser eSport Serie managen heute auch die Ferrari Hublot eSports Series. Dadurch kam es dann auch zu der Einladung. Für die AM Wertung haben sich übrigens ungefähr 20.000 Leute angemeldet, die sich dann für das große Finale qualifizieren mussten. Das wird also sicherlich ziemlich hart.

Du bist nun mit dem sehr schönen Ferrari 488 Challenge EVO unterwegs. Wie fährt sich das italienische Geschoss eigentlich?
Also im Gegensatz zu den GT3 Autos, die wir aus Assetto Corsa Competizione kennen und fahren, haben wir es hier mit der Simulation Assetto Corsa zutun, also eigentlich dem Vorgänger. Der Ferrari fährt sich ähnlich wie der 2018er Lambo in ACC und ist eher ein GT2 Fahrzeug. Viel Power, aber wenig Downforce, ziemlich viel Untersteuern. Ich denke, da kann sich jetzt jeder ungefähr vorstellen, was da los ist, vor allem weil man mit dem Ferrari auch mit einem Topspeed von ca. 280 km/h viel schneller unterwegs ist als mit einem GT3 Auto.

Welches Rennen war das beste und aufregendste in dieser Ferrari Challenge?
Ganz klar auf dem Nürburgring, dort hatte ich ein spannendes Rennen und habe mit P5 auch mein bestes Ergebnis eingefahren. Mit Alex Turato und Giorgio Simonini hatte ich über viele Runden einen ultra-engen aber sehr fairen Fight. Solche Momente sind für mich die Highlights im Simracing.

An dem Rennen in Zandvoort konntest du nicht teilnehmen, was war los?
Ja das war ärgerlich, denn ich lag im Bett mit Verdacht auf Corona, was sich dann aber zum Glück als falscher Alarm herausgestellt hat.

Wie bereitest Du dich eigentlich auf das Rennen vor? Gibt es Server, auf denen ihr fahren könnt?
Ja, die gibt es und dort bereite ich mich auch entsprechend vor, neben den ganzen anderen Rennen die ich auch mit unserem RennWelten Pro Team fahre, zusammen mit Samir und Vicky.

Wie siehst Du Dich im Grand Finale der Ferrari Hublot eSports Series, das ja auch über drei Rennen geht, vom 6.-7.11.2020?
Ganz ehrlich? Ich habe nur ca. 80 Stunden im „alten“ Asseto Corsa verbracht und da fehlen dann schon ein paar Zehntel zu denjenigen, die dort viel erfahrener sind und noch mehr trainieren können. Aber ich bin froh, dort mitfahren zu dürfen und freue mich, wenn es am Ende ein tolles Ergebnis wird, mit dem ich persönlich zufrieden sein kann. Vor allem der Spaß ist wichtig, was unserem Motto bei RennWelten entspricht! Und ich werde jede Sekunde alles geben, das ist klar!

Am Ende noch eine sicher auch für deine Fans wichtige Frage: Mit welchem Equipment gehst Du an den Start?
Also ich habe einen 49“ Ultrawide Monitor von Samsung, wodurch die optische Trennung wie bei einem Tripple Screen nicht vorhanden ist, was für mich persönlich sehr komfortabel ist. Dazu ein Alu Rig von Simlabs, das kennen sicher viele. Dazu gesellen sich die Heusinkveld Sprint Pedale und abgerundet wird das mit der Fanatec Wheel Base V2.5 und aktuell am liebsten mit dem Formula V2 Lenkrad. So viele Knöpfe wie möglich ?

Vielen Dank, Chris, dass Du dir Zeit für uns genommen hast und wir wünschen dir natürlich viel Erfolg im Grand Finale der Ferrari Hublot eSports Series!
Ich bedanke mich ebenfalls und freue mich, dass wir unseren RennWelten Fans nun auch mehr von unserem RennWelten Pro Team zeigen können!

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